Unsere Projektarbeit 2024
Das Jahr 2024 war erneut geprägt von politischen Unruhen und globalen Instabilitäten. Bestehende Konflikte wie im Sudan, Jemen und der Ukraine beschäftigten uns weiter, aber auch deren geopolitische Auswirkungen: beispielsweise steigende Inflationsraten und Lebenserhaltungskosten in vielen weiteren Projektländern. Diese globalen Ereignisse hatten ganz konkrete Folgen für unsere Projektlandschaft:

Aufgrund des bestehenden Bürgerkriegs im Sudan seit April 2023 musste die DAHW ihr Engagement dort im vergangenen Jahr pausieren und bis zu einer Verbesserung der politischen Situation einstellen. Ein Engagement zur Stärkung der Lepra-Versorgung in den Nuba-Bergen, einer Teilregion des Sudans, wird weiter fortgesetzt. In Afghanistan hingegen haben wir uns 2024 entschieden, unsere Arbeit zu intensivieren und dort ein eigenes Programmbüro ab 2025 aufzubauen. Afghanistan gehört zu den besonders vulnerablen Ländern weltweit mit unzähligen Herausforderungen in den Bereichen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs), Tuberkulose, Inklusion und Humanitäre Hilfe.

2024 begann in den meisten DAHW-Programmländern ein neuer Projektzyklus. Dieser wurde dazu genutzt, Lehren aus den laufenden Aktivitäten sowie technische Innovation und Bedarfsorientierung bestmöglich zu integrieren. Hierbei wurden erstmals globale Schlüsselindikatoren in die Projekte eingebettet, die standardisiert erhoben werden. So gelingt es uns, die Wirkung unserer Projektarbeit auf globaler Ebene einheitlich nachzuvollziehen.

Unsere Projektarbeit weltweit 2024 - Klicken zum Vergrößern

Die DAHW hat sich vorgenommen, in den kommenden sieben Jahren eine Unterbrechung der Lepra-Übertragung in Togo und Pakistan zu realisieren. Für diese „Zero Leprosy“-Strategie wurden 2024 nationale Analysen und die Erstellung von Roadmaps gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsministerien und Partnern erstellt, auf deren Basis die Projekte entwickelt und ab 2025 umgesetzt werden.

Allen Herausforderungen und Entwicklungen sehen wir auch deshalb mit Zuversicht entgegen, weil wir in Kooperationen, Partnerschaften und Konsortialprojekten eng mit internationalen Kolleg:innen zusammenarbeiten. Denn: Gemeinsam können wir mehr erreichen als allein.

Ansprechpartner:in

Saskia

Kreibich

Global Health Beraterin

Ansprechpartner:in

Thomas

Collein

Referent Institutionelle Geber

Ansprechpartner:in

Bianca

Fliß

Teamleitung Projektentwicklung und -steuerung

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