Strategie: Zero Leprosy in Togo
Bis heute stecken sich Menschen mit Lepra an – in Togo aber könnte bald ein Durchbruch erreicht sein. Im westafrikanischen Togo könnte es bereits in sieben Jahren keine Lepra-Neuinfektionen mehr geben. Gemeinsam mit der Regierung in Togo und Partnern vor Ort hat die DAHW einen Fahrplan entwickelt, um dieses Ziel bis zum Jahr 2031 zu erreichen. Und das, obwohl es in dem Land dramatisch an medizinischem Personal mangelt: Für die rund acht Millionen Einwohner:innen stehen gerade einmal 19 Hautärzt:innen zur Verfügung – und 16 von ihnen arbeiten in der Hauptstadt Lomé, ganz im Süden des Landes. Nicht ohne Grund setzt die DAHW mit ihren Partnern darauf, besonders dort aktiv zu sein, wo es kaum Infrastruktur gibt – und dort, wo sich Lepra auch heute noch verbreitet, obwohl die Zahlen sinken.
„Die beeindruckende Arbeit des Nationalprogramms und unserer Kolleg:innen vor Ort hat bereits zu einem deutlichen Rückgang der Leprafälle geführt“, erklärt DAHW-Expertin Felicitas Schwermann.

„Dass aber immer noch Infektionen bei Kindern festgestellt werden, bereitet uns Sorgen. Denn das weist auf eine anhaltende Übertragung hin.“ Und noch etwas zeigen die Daten: Viele der neu diagnostizierten Patient:innen weisen bereits körperliche Behinderungen auf. Irreversible Folgen einer Lepra-Erkrankung, die bei rechtzeitiger Behandlung eigentlich vermeidbar wären. Wegen des eingeschränkten Zugangs zu medizinischer Versorgung dauert es aber oft zu lange, bis die Betroffenen eine Diagnose erhalten.

So reisen regelmäßig kleine Teams mit medizinischem Personal quer durch das Land – von der Hauptstadt Lomé an der Küste bis an die Grenze zu Burkina Faso. Sie klären über Lepra und andere Krankheiten auf, bieten in „mobilen Kliniken“ Untersuchungen und Behandlung an und geben medikamentöse Prophylaxe an Kontaktpersonen aus.

 

Die DAHW hat in Togo über Jahrzehnte hinweg das Fundament für diese Strategie gelegt und kann auf die Unterstützung der Regierung sowie weiterer Partner bauen. Felicitas Schwermann ist daher optimistisch: „Angesichts der breiten Expertise, des Engagements und der engen Zusammenarbeit vor Ort gehen wir davon aus, dass die Übertragung der Lepra in Togo innerhalb der nächsten sieben Jahre unterbrochen werden kann“, sagt sie. „Das wird entscheidend dazu beitragen, dass in Zukunft weniger Menschen von Lepra und ihren Folgen wie Behinderungen und sozialer Ausgrenzung betroffen sein werden.“

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Video: Einblicke in die Zero- Leprosy-Arbeit in Togo
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Strategie: Zero Leprosy in Togo

Ansprechpartner:in

Felicitas

Schwermann

Junior Global Health Beraterin

info@dahw.de

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