Liebe Freund:innen und Unterstützer:innen in Deutschland,
In Westafrika ist die DAHW in Togo, Senegal, Sierra Leone, Liberia und Nigeria tätig. In diesen demokratisch orientierten Ländern finden regelmäßig Wahlen statt. Dies verleiht der Region eine gewisse politische Stabilität.
Diese Stabilität ermöglicht es unseren verschiedenen Länderbüros und Partnerorganisationen, im Rahmen der nationalen Politik, insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich, effektiv zu arbeiten.
Die Sicherheitslage in den Nachbarländern und der Klimawandel stellen jedoch – gerade in abgelegenen Gebieten – große Herausforderungen dar. Probleme im Zusammenhang mit Ernährung sowie dem Zugang zu sanitären Einrichtungen und Hygiene wirken sich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung aus.
Vor diesem Hintergrund engagieren sich unsere verschiedenen Partnerländer und -organisationen für die Unterstützung nationaler Programme zur Eindämmung vernachlässigter Tropenkrankheiten (mit besonderem Schwerpunkt auf Lepra, Buruli Ulcer und Tuberkulose).
Gleichzeitig wissen wir, dass ohne eine wirksame Unterstützung und Förderung der Betroffenen, sei es als Einzelpersonen oder im Rahmen ihrer Organisationen, die Ausübung ihrer Rechte und die Nachhaltigkeit unserer Initiativen als humanitäre Organisation nicht gewährleistet sind. Wir stärken daher ganz gezielt die Anwaltschaft für die Rechte der Betroffenen.
Trotz zahlreicher Herausforderungen haben unsere Teams auch im Jahr 2024 ein starkes Engagement für die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen gezeigt. Der Dialog mit der Gemeinschaft und die Nähe zu den betroffenen Menschen stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Strategie.
Dank unserer qualitativ hochwertigen Beiträge zur Verbesserung der Programme und der auf Gemeindeebene erzielten Ergebnisse ist die DAHW nach wie vor ein seriöser und angesehener Partner in den Partnerländern Westafrikas.
Länder: Senegal, Liberia, Nigeria, Sierra Leone, Togo
Projektanzahl: 20
Volumen 2024: 3.122.570,00 Euro
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Mehr InformationenIn unseren Einsatzländern Togo, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Nigeria haben die Büros der DAHW und ihre Partnerorganisationen 2024 verschiedenste Aktivitäten durchgeführt. So konnte die Lepra-Früherkennung verbessert und die Behandlungsdauer verkürzt werden, indem beispielsweise der Einsatz von künstlicher Intelligenz erprobt wurde. Die Kapazitäten den Mitarbeitenden wurden erweitert und Praktiken optimiert, außerdem wurde die Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten besser in die primären Gesundheitssysteme integriert. Die Stärkung der Forschung, der Betroffenenverbände und der Gemeinden sowie unsere Advocacy-Arbeit wurden ebenfalls weiter vorangetrieben, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Dies sind einige herausragende Ergebnisse unserer Arbeit:
Im Senegal wird die Regierung ein Resilienzprogramm für die Wiedereingliederung ehemaliger „Lepra-Dörfer“ und die Rehabilitierung der Bewohner:innen ausarbeiten.
In Togo wird eine Zero-Leprosy-Strategie entwickelt und gleichzeitig der integrierte Ansatz zur Behandlung von NTDs (vernachlässigten Tropenkrankheiten) gestärkt.
Das Ganta Rehab Centre in Liberia wurde von der Regierung als spezialisiertes Lepra- und Buruli-Zentrum anerkannt.
In Nigeria wurden die Interventionen in den Bundesstaaten erweitert und Innovationen in den Bereichen Mental Health und One Health entwickelt.
In Sierra Leone wurden von Lepra betroffene Menschen in Berufen ausgebildet und in der Verwaltung von Mikrokrediten geschult.

Mariam Salomon aus Nigeria lebte lange mit den sichtbaren Folgen ihrer Lepra-Erkrankung. In einer Gesellschaft, in der Betroffene marginalisiert und ausgegrenzt werden, sah sie sich in ihren persönlichen und beruflichen Möglichkeiten eingeschränkt.
Das änderte sich, als Mariam bei der DAHW-Partnerorganisation Red Aid als Praktikantin eingestellt wurde. Sie beteiligte sich mit Begeisterung an Informationskampagnen, erzählte von ihren persönlichen Erfahrungen und trug dazu bei, Missverständnisse über die Krankheit aufzuklären. Mariam beteiligte sich auch an der Organisation von öffentlichen Versammlungen und spielte eine wichtige Rolle bei der Mobilisierung der lokalen Gemeinschaften.
Heute ist Mariam eine wichtige Akteurin im Kampf gegen das Stigma. Ihre Rolle bei RedAid Nigeria wird sehr geschätzt: Sie ist eine wertvolle Mitarbeiterin und ein inspirierendes Vorbild für den sozialen Wandel. Ihr Durchhaltevermögen und ihr Engagement sind ein Beweis für die Kraft von Integration und Unterstützung bei der Wiedererlangung von Würde und Autonomie.
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