Indien im Überblick
Das Vermächtnis der DAHW in Indien besteht nicht nur aus unvergesslichen Momenten, sondern auch aus nachhaltigen Veränderungen. Unsere Projekte haben Menschen zusammengebracht, Brücken gebaut und frühere Erfolge mit der Zukunft verbunden. GLRA India hat 2024 mehr als 715.000 Menschen unterstützt. Unsere Netzwerke wurden gestärkt, unser Engagement erreichte noch mehr Frauen, Mädchen und Kinder, wodurch eine nachhaltige Wirkung erzielt wurde. Wir arbeiten mit den Nationalprogrammen zusammen, um die Übertragung der Lepra zu unterbrechen und die Verbreitung der Tuberkulose einzudämmen und konzentrieren uns darüber hinaus auf vernachlässigte Hautkrankheiten, Inklusion von Menschen mit Behinderung und Forschung. Wir laden Sie ein, Teil dieser großartigen Reise zu sein und weiterhin mit uns die Zukunft zu gestalten – eine inklusive Zukunft für alle.
Pakistan im Überblick
In Pakistan gibt es weiterhin große Herausforderungen im medizinischen Bereich. Während das Land die fünfthöchsten Tuberkulose-Fallzahlen der Welt verzeichnet, nimmt die Zahl der Menschen zu, die sowohl von einer TB- als auch einer HIV-Infektion betroffen sind. Ermutigende Veränderungen sehen wir hingegen im Bereich Lepra – bei der Einführung der Post-Expositions-Prophylaxe, die 2024 in ganz Pakistan durchgeführt wurde. Es ist spannend, solche Verbesserungen in die Praxis umzusetzen: Gut geschulte Teams bieten kostenlose Untersuchungen an, neue Erkrankungen werden behandelt, das nähere Umfeld bekommt die Prophylaxe. Das wird sehr gut angenommen. Wir freuen uns, dass eine gefürchtete Krankheit damit zu „halt einer Hautkrankheit“ wird – so sagen die Menschen in der Provinz Punjab, wenn wir eine Kampagne durchführen. Ihre Unterstützung ist dafür entscheidend und wir danken Ihnen herzlich.
Afghanistan im Überblick
Die humanitäre Lage in Afghanistan verschärft sich fortlaufend weiter. So waren auch im vergangenen Jahr noch die Auswirkungen des Erdbebens von 2023 zu spüren. Etwa 50 % der afghanischen Bevölkerung leben in Armut, die wirtschaftliche Lage ist weiterhin schwierig, die internationalen Sanktionen nach wie vor in Kraft. Besonders betroffen von der humanitären Krise sind Frauen und Mädchen. Zu den immer strengeren Auflagen der Regierung gegenüber Nichtregierungsorganisationen, die auch und vor allem weibliche Mitarbeiterinnen betreffen, kommen Einschränkungen bei basisgesundheitlichen Dienstleistungen und strukturelle Einschnitte wie etwa die Abschaffung der Hebammen-Ausbildung. Die Restriktionen, die sukzessive verschärft werden, nehmen Frauen und Mädchen jegliche Grundlage, sich frei zu entfalten und setzen sie einem erhöhten Gesundheitsrisiko aus.
Länder: Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Indien, Nepal, Pakistan | Projektanzahl: 21 | Volumen 2024: 2.512.063,55 Euro
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Mehr InformationenSo vielfältig die Region Asien ist, so divers waren die Aktivitäten, die 2024 durchgeführt wurden. So stand in Afghanistan die Ausweitung der Projektgebiete im Fokus. Die DAHW ist nun auch außerhalb der Bergregion Hazarajat tätig, etwa in Balkh, Paktika oder Herat. Neben Aktivitäten, bei denen in entlegenen Gebieten Lepra- und Tuberkulose-Versorgung angeboten und Basisgesundheitsdienste geleistet wurden, wurden Nothilfemaßnahmen durchgeführt, etwa in den Bereichen Ernährungssicherheit und Existenzsicherung.
In Indien wurde die Lepra-Arbeit auf allen Ebenen vorangetrieben: Im Feld, etwa in endemischen Regionen, entlegenen Gebieten und städtischen Slums, wo die Diagnose und Behandlung im Fokus stand. In der Forschung, wo GLRA India an multidimensionalen Studien zum Nachweis der Lepra beteiligt ist. Und im Bereich Advocacy – zusammen mit der Regierung, der WHO und Betroffenenorganisationen. Zudem wurde die Tuberkuloseversorgung weiter ausgebaut und unter dem Motto „Inclusion in Action“ wurden Frauen und Mädchen gestärkt – auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.
Und schließlich verfolgen unsere Projekte in Pakistan neben der Tuberkulose-Versorgung weiter ihr Ziel, „Null Lepra“ zu erreichen. Wie Mervyn F. Lobo von unserer Partnerorganisation MALC schreibt: „Es gab große Herausforderungen, etwa finanzielle Kürzungen. Dass die „Zero Leprosy“-Strategie dennoch gestartet und vorangetrieben wurde, spricht Bände über die enge Verbindung zwischen der DAHW und den Menschen in Pakistan.“
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Mehr InformationenZuerst spürte Muhammad Irfan, 29, nur ein seltsames Kribbeln in der rechten Hand. Irgendwann aber bildete sich ein roter Fleck, der völlig gefühllos war. Der zweifache Vater wusste nicht, was das bedeuten sollte.
Bereits in seiner Kindheit hatte Muhammad Irfan mit einer Krankheit zu kämpfen, die ihn beide Nieren kostete. Er lebt seither mit einer Niere, die ihm seine Mutter gespendet hat. Und nun das: Die Symptome in seiner Hand wurden immer schlimmer, Menschen, die er als Freunde betrachtet hatte, wandten sich von ihm ab – und alle Ärzt:innen, die er aufsuchte, zeigten sich ratlos.
Schließlich erkannte doch ein Hautarzt, woran Muhammad Irfan erkrankt war: Lepra. Er überwies ihn sofort an das Marie Adelaide Leprosy Centre (MALC), wo er mit der Behandlung begann und sie erfolgreich abschloss. Heute kann Muhammad Irfan arbeiten, seine Familie ernähren und seinen Kindern eine Zukunft bieten, in der sie sich entfalten können. In einer Botschaft dankt er Gott und schreibt: „Ich bin dem MALC und seinem Team zutiefst dankbar. Sie haben mir beigestanden und mir eine zweite Chance im Leben gegeben.“
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