Projektarbeit für Inklusion und Teilhabe
Foto: Julie Brunet

Gesundheit beginnt im Alltag: Das One Health-Projekt „We Value Your Inclusion“ in Uganda verbindet die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt und stärkt nachhaltige Strukturen für Menschen mit Behinderungen. Sein Erfolg wirkt weiter: bessere Gesundheit für Mensch und Tier, mehr Wissen, weniger Ausgrenzung – und stabile, inklusive Lebensgrundlagen.

Foto: GLRA Tansania

Mit Theater gegen Gewalt und Ausgrenzung: In der Gemeinde Chazi in Tansania nutzen Menschen, die von Lepra und / oder Behinderungen betroffen sind, ihre Stimmen und ihre Kreativität, um auf geschlechtsspezifische Gewalt sowie Gewalt gegen Kinder mit Behinderungen aufmerksam zu machen. Auf diese Weise stärken sie das Bewusstsein in der Gemeinschaft – und setzen sich für Schutz, Respekt und eine sichere Umgebung für alle ein.

Foto: Lucas Duellingen

Wenn Menschen selbst ihre Geschichte erzählen, entsteht Veränderung: In Pakistan teilen Betroffene von Lepra ihre Erfahrungen aus ihrer eigenen Perspektive mit Gesten, Worten und Emotionen. Partizipatives Storytelling verschafft den Stimmen Betroffener Gehör, baut Stigma ab und macht sichtbar: Jeder Mensch ist mehr als seine Krankheit.

Foto: Carolin Gunesch

Gemeinsam gegen Stigma, Gewalt und Ausgrenzung: In sechs neu eingerichteten Berufsbildungszentren in Indien lernen Frauen mit Behinderungen Schneiderei oder Makramé. Einige verdienen bereits eigenes Geld – und gewinnen Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und echte Teilhabe in inklusiven Gemeinschaften.

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Videodokumentation unseres Storytelling-Projekts in Pakistan
Foto: Ahmed Bekere

Gemeinsam gegen Stigma und Ausgrenzung: In Äthiopien unterstützen geschulte Gesundheitshelfer:innen Menschen mit vernachlässigten Tropenkrankheiten wie Podokoniose, Lymphatische Filariose oder Lepra. Medizinische Hilfe, Aufklärung und Selbsthilfe stärken Betroffene – für mehr Würde, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.

Foto: GLRA Südsudan

Diese neu gebaute, barriereame Toiletten- und Sanitäranlage im „Lepra-Dorf“ Agok im Südsudan steht für einen wichtigen Schritt zu Würde, Gesundheit und Teilhabe. Agok ist ein besonderes Dorf: Seit den 1950er-Jahren leben hier Menschen, die von Lepra betroffen sind oder mit den Folgen der Krankheit leben. Saubere, sichere und zugängliche Sanitäranlagen schützen vor Infektionen – gerade für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Die Anlage ist Teil eines ganzheitlichen Projekts, das neben Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung (WASH) auch Ernährungssicherung, Landwirtschaft, Einkommensmöglichkeiten und Selbsthilfegruppen stärkt und so neue Perspektiven für die Gemeinschaft schafft.

Foto: Alewdo Molly

Gemeinsam gegen Ausgrenzung in Uganda: Psychosoziale Begleitung, Selbsthilfegruppen und inklusive Unterstützung helfen Menschen mit Lepra und anderen Haut-NTDs, Stigma zu überwinden und selbstbestimmt am sozialen Leben teilzuhaben.

Foto: Grace Mwasukka

In Hombolo, Tansania, initiierte die Lepra-Association mit unserer Unterstützung ein gemeinschaftliches Event gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Stigmatisierung von Lepra und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen. Mit Tanz, Fußball und offenen Gesprächen wurden Tabus gebrochen, Wissen geteilt und Solidarität gestärkt. Menschen erfuhren Gehör und Anerkennung, unabhängig von Alter und Geschlecht. Die Veranstaltung wurde für viele zum Wendepunkt – hin zu mehr Würde, Schutz und Zusammenhalt in der Gemeinschaft.

Was haben wir im Jahr 2025 im Bereich Inklusion erreicht?

Es überrascht selbst uns als Expert:innen immer wieder positiv, wie vielfältig und facettenreich Inklusion gedacht und umgesetzt werden kann. In Pakistan zum Beispiel haben wir im vergangenen Jahr ein großartiges Projekt durchgeführt, das Stigma abbaut, indem es die Methode des Storytellings (wörtlich: Geschichtenerzählen) nutzt. Geschichten können ja auf so viele Arten erzählt werden: mit Worten, aber auch durch Kunst, Musik, Film oder Tanz. In diesem Fall haben Menschen, die von Lepra betroffen sind, ihre persönlichen Erfahrungen mit Ausgrenzung und Stigmatisierung geteilt. Daraus sind Videos entstanden, die nun in Gemeinden vor Ort eingesetzt werden, um über Lepra aufzuklären. Wir hatten mit einem ähnlichen Projekt in Indien bereits großen Erfolg und konnten nun in Pakistan daran anknüpfen.

Auf einer anderen Ebene haben wir in einem Forschungsprojekt neue Erkenntnisse über Diskriminierung im Zusammenhang mit Lepra erlangt. Im Südsudan wurde erstmals systematisch untersucht, wie stark Stigmatisierung und Diskriminierung in und um bestimmte Leprakolonien verbreitet sind. Das Projekt ist noch nicht in vollem Gange, aber wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse dabei helfen werden, gezielte Maßnahmen zu entwickeln und die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen zu stärken. Sie bilden auch die Grundlage für künftige Projekte.

In der Netzwerkarbeit waren wir 2025 sehr aktiv auf dem Global Disability Summit in Berlin, wo wir starke Impulse gesetzt haben. Denn nach wie vor erhalten Behinderungen, die durch vernachlässigte Tropenkrankheiten entstehen, wenig Aufmerksamkeit. Darauf wollen wir auch im internationalen WHO Disability Health Equity Network aufmerksam machen, in dem wir seit 2025 Mitglied sind. So sollen unsere Mandatsgruppen eine Stimme im internationalen Disability Movement erhalten – denn bislang werden sie häufig übersehen. Damit stärken wir unser Engagement für Betroffene auch auf globaler Ebene.

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Blick ins Inklusionsprojekt für Frauen in Indien

Projektbeispiele in diesem Bereich:

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