Die Lepra-Situation in Togo entwickelt sich nach wie vor weiter. Wir finden immer noch neue Fälle, auch bei Kindern. Das bedeutet, dass sich die Krankheit noch weiter verbreitet.
Togo setzt ein integriertes Konzept zur Bekämpfung vernachlässigter tropischer Krankheiten um, das sich auch an Menschen richtet, die von Lepra betroffen sind. Die Betroffenen stehen im Mittelpunkt unserer Aktivitäten in Togo, ob es sich nun um Vorsorgeuntersuchungen oder Sensibilisierungskampagnen handelt, und wir bemühen uns, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken – und auch ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, denn wir wollen nicht, dass sie sich als Belastung empfinden.
Wir haben vereinbart, ein Programm zur Prophylaxe nach einer Lepraexposition einzuführen. Diese Prophylaxe besteht in der Verabreichung einer Einzeldosis Rifampicin an Personen, die mit der Krankheit in Kontakt gekommen sind, um die Übertragung zu stoppen. Wir verfolgen daher alle Kontakte von gemeldeten Lepra-Patient:innen, um sicherzustellen, dass wir alle gefährdeten Personen finden. Vorrangig werden die direkten Kontaktpersonen untersucht, beispielsweise enge Familienangehörige, dann auch ein weiterer Personenkreis. Wir haben außerdem die Zustimmung des Gesundheitsministeriums in Togo zur Einführung einer Post-Expositions-
Prophylaxe erhalten. Außerdem haben wir von der WHO die Genehmigung und die klare Zusage erhalten, Rifampicin zur Prävention von Lepra bei Kontaktpersonen bereitzustellen.
Dank eines akademischen Projekts haben wir die Lepra-Hotspots kartiert und wissen nun, wo wir unsere Bemühungen fokussieren müssen. Angesichts unserer begrenzten Ressourcen müssen wir diese sinnvoll einsetzen.
Auch Sensibilisierungskampagnen spielen eine wichtige Rolle: Ohne sie wären wir nicht in der Lage, neue Leprafälle oder andere Bedürfnisse aktiv zu erkennen. Wenn wir passiv darauf warten würden, dass die Patient:innen zu uns kommen, würde das nicht funktionieren. Wir gehen proaktiv in die Gemeinden, um sicherzustellen, dass wir alle Personen, einschließlich Schulkindern, effektiv untersuchen, damit wir unsere Ziele erreichen können.
Um die Lepra in Togo auf Null zu reduzieren, müssen wir uns auf die Versorgung von Hauterkrankungen, die aktive Suche nach Fällen und die Ermittlung von Kontaktpersonen konzentrieren und gleichzeitig sicherstellen, dass wir genügend Rifampicin zur Verfügung haben, um alle Kontaktpersonen von Leprapatient:innen zu behandeln.
Als Experte bin ich sehr optimistisch, dass wir bis 2030 oder spätestens 2032 sagen können, dass Togo frei von Lepra ist.
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