unsere Arbeit steht immer unter einer klaren Prämisse: Wir bleiben unserem Auftrag verpflichtet. Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich, wie entscheidend diese Haltung ist. Weltweite Krisen, politische Unsicherheiten und wachsende soziale Ungleichheit prägen unser Umfeld – und verunsichern auch viele Menschen in Deutschland. Das spüren wir: Die Spendeneinnahmen gehen zurück, während der Bedarf weiter steigt. Krankheiten wie Lepra drohen dabei noch weiter in den Hintergrund zu geraten.
Tag für Tag setzen wir alles daran, unsere Mittel so wirkungsvoll wie möglich einzusetzen. Wir hinterfragen und straffen Strukturen und bündeln unsere Kräfte dort, wo sie den größten Unterschied machen. Besonders wichtig ist uns die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern und die Stärkung unserer Teams vor Ort. Nur durch ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihr Engagement erreichen wir die Menschen, die unsere Unterstützung am dringendsten brauchen.
Unser Antrieb ist heute derselbe wie zu Beginn der DAHW-Arbeit 1957: aktiv zu werden, wo die Welt wegsieht. Das Lebenswerk unserer Gründerin Irene Kober, die im Januar ihren 100. Geburtstag feierte, ist uns Auftrag und Ermutigung zugleich. Wenn wir versucht sind, an den Herausforderungen zu verzweifeln, hilft uns der Blick auf das, was die Gründergeneration mit unermüdlicher Energie aufgebaut hat – und auf die Wirkung, die daraus bis heute entsteht.
Dieses Vermächtnis verpflichtet uns, unsere Arbeit weiterzuentwickeln und Menschen gezielt zu unterstützen – Leid zu lindern, Gesundheit zu ermöglichen und Perspektiven zu schaffen. Unser Ziel, Lepra zu beenden, ist dabei aktueller und dringlicher denn je.
Unter all den Aufgaben, die wir 2025 übernommen haben, heben wir in diesem Jahresbericht drei zentrale Anliegen hervor: Die Infektionskrankheit Lepra zu stoppen, Menschen trotz Einschränkungen Zugänge zu erhalten und Stigmatisierung entgegenzuwirken sowie diejenigen zu erreichen, die abseits der Strukturen in Not geraten sind (siehe Schwerpunkte im Inhaltsverzeichnis).
Wir danken Ihnen von Herzen, dass Sie uns begleiten und unsere Arbeit möglich machen.
Joachim Beringer & Patrick Georg
DAHW-Vorstand
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