DAHW-Forschungsprojekte: Erkenntnisse, auf die wir nachhaltig aufbauen Im Bereich der Forschung wurden 2024 wichtige Erkenntnisse gewonnen und Projekte entsprechend weiterentwickelt. So beispielsweise das von den GIZ-Klinikpartnerschaften geförderte Projekt zur Verbesserung der Hautgesundheit und Lepra-Prävention in Senegal. Beteiligt an diesem gemeinsamen Vorhaben lokaler und internationaler Partner sind unter anderem die DAHW, das Nationalprogramm für vernachlässigte Tropenkrankheiten im Senegal, die dort ansässige Betroffenenorganisation, die Universität Thiès und die Universität Heidelberg.
Im Zentrum des Projekts stehen zwei innovative Ansätze: die Erprobung einer KI-gestützten Anwendung zum digitalen Hautscreening („Skin App“) sowie der Einsatz einer Prophylaxe, um Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen.
Im vergangenen Jahr wurden erste Door-to-Door-Kampagnen in stark betroffenen Gemeinden durchgeführt. Dabei wurde bei mehreren Personen Lepra neu diagnostiziert – auch bei Kindern. Außerdem wurden mehr als 800 Fotos von Hautläsionen gesammelt, um die Einschätzungen der neuen Skin-App mit den Diagnosen erfahrener Dermatolog:innen abzugleichen. Auch die Nachwuchsförderung ist ein fester Bestandteil des Projekts: Eine Postdoktorandin der Universität Thiès sowie mehrere Studierende übernehmen zentrale Aufgaben bei der Datenerhebung und -analyse. Das Projekt stärkt so lokale Forschungskapazitäten, verankert digitale Innovationen in nationalen Strategien und trägt zur Gleichstellung durch gezielte Förderung weiblicher Fachkräfte bei.
Wir freuen uns zudem über die Verlängerungsgenehmigung eines Projekts zur Lepra-Prophylaxe in Tansania und Äthiopien gefördert im Rahmen des Global Health EDCTP3 Joint Undertaking Grants, der von der Europäischen Union mitfinanziert wird. Diese Anschlussförderung ermöglicht es uns, nicht nur die bisherigen Zielsetzungen weiterzuführen, sondern auch neue Schwerpunkte zu setzen. Zentrales Ziel bleibt, herauszufinden, welche Interventionen am besten funktionieren: „Skin Camps“ in Gemeinden vor Ort oder Lepra-Früherkennung in Gesundheitszentren. Nun können zusätzliche Forschungsfragen behandelt werden, etwa zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Umsetzung, zur Skalierbarkeit der Interventionen und zur weiteren Stärkung lokaler Gesundheitssysteme.
Durch die erneute Förderung können wir einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Lepra-Prävention in Afrika leisten – gemeinsam mit Partnern aus Äthiopien, Mosambik, Tansania und Europa.
In Togo ist zudem ein Projekt zu Ende gegangen, bei dem mittels Kartierung sogenannte Hot Spots identifiziert wurden, also Gebiete, in denen bestimmte Krankheiten häufig vorkommen. Dabei wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen – zum Beispiel, dass viele Betroffene auch mental stark belastet sind. Diese psychischen Beeinträchtigungen werden jetzt mit einem Folgeprojekt adressiert, das bereits begonnen hat.
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