Bündnisse & Advocacy
Globale Gesundheit sichtbar machen – das gelingt nur zusammen
Bündnisse, Netzwerke und unsere laute Stimme für Betroffene

Zusammenarbeit und Sichtbarkeit sind unerlässlich beim Einsatz für Globale Gesundheit. Denn Krankheiten wie Lepra gehören zu den vernachlässigten Krankheiten. Sie bekommen so wenig Aufmerksamkeit, dass viele Menschen gar nichts von ihrer (fortdauernden) Existenz wissen. Aufmerksamkeit zu erregen und den Stimmen von Betroffenen Gehör zu verschaffen, ist deshalb ein zentraler Teil unserer Arbeit. Bündnisse und Netzwerke verbinden Partner weltweit und bringen wichtige Themen auf politische Agenden – auf nationaler und globaler Ebene. Sie schaffen globale Anlässe, in denen wir gemeinsam stark machen können: für mehr Aufmerksamkeit und für die betroffenen Menschen. Ein zentraler Austausch und für die betroffenen Menschen. Ein zentraler Austausch zum Thema Inklusion fand 2025 beim Global Disability Summit in Berlin statt, wo wir gemeinsam mit unseren VENRO-Partnern vertreten waren. Hier wurden konkrete Schritte für mehr Inklusion vereinbart, darunter das Ziel, künftig mindestens 15 Prozent der Entwicklungsprogramme gezielt auf Menschen mit Behinderungen auszurichten. Gleichzeitig zeigte sich, wie groß die Lücken sind: Behinderungen infolge vernachlässigter Tropenkrankheiten wie Lepra stehen bislang kaum im Fokus – obwohl viele vermeidbar wären. Genau diese Perspektive wollen wir in internationale Debatten einbringen. Ergänzend dazu haben wir uns 2025 dem WHO Disability Health Equity Network angeschlossen, das sich weltweit für besseren Zugang zu Gesundheit für Menschen mit Behinderungen einsetzt.

Auch der fachliche Austausch ist entscheidend. Beim International Leprosy Congress in Indonesien kamen Expert:innen aus aller Welt zusammen, um Strategien weiterzuentwickeln und Erfahrungen zu teilen. Unsere Mitarbeitenden brachten ihre Projekterfahrungen ein und diskutierten mit Partnern konkrete Lösungsansätze – von nationalen Strategien bis hin zu innovativen Methoden der Früherkennung.

Auf politischer Ebene war die Zusammenarbeit im Memento Bündnis ein wichtiger Baustein. Beim letzten gemeinsamen Treffen im November 2025 wurde deutlich: Der Handlungsbedarf bleibt groß, Fortschritte brauchen politische Priorität und Zusammenarbeit. Das Bündnis endet in dieser Form – doch unser Engagement geht weiter.

In der ARD bitten wir als Teil des Bündnis Entwicklung Hilft (BEH) im Katastrophenfall um Spenden.
Foto: Anil Fastenau

Beim International Leprosy Congress in Indonesien tauschten sich Fachleute aus vielen verschiedenen Ländern über Forschung, Versorgung und Strategien auf dem Weg zu einer Welt ohne Lepra aus.

Foto: Kristina Popp

Auf dem Global Disability Summit in Berlin stand die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt – auch als zentrale Aufgabe der internationalen Zusammenarbeit.

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Unser Fazit zum Weltgipfel für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Auch in Krisenkontexten ist Bündnisarbeit von elementarer Bedeutung. Mit Sondermitteln des Bündnis Entwicklung Hilft (BEH) unterstützt die DAHW in Lviv den Ausbau medizinischer und psychosozialer Versorgung, insbesondere durch den Bau und die Ausstattung eines Mental Health Centers sowie die Erweiterung eines Rehabilitationszentrums. Zusätzlich werden den Trainings, Aufklärungsarbeit und begleitende Maßnahmen umgesetzt, um Menschen, die vom Krieg betroffen sind, langfristig zu stabilisieren und zu unterstützen.

Regelmäßig schaffen wir gezielt Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Rund um den Welt-Lepra-Tag organisierten wir mit Ehrenamtlichen Aktionen, etwa einen Historischen Spaziergang und eine Fotoausstellung in Würzburg. Viele Besucher:innen erfuhren dabei erstmals, dass Lepra bis heute existiert – und kamen ins Gespräch. Unser Engagement in Bündnissen und Netzwerken reicht von internationalem Austausch bis hin zu konkreten Aktionen vor Ort. Ziel ist es, Menschen sichtbar zu machen, deren Situation oft ungehört bleibt – denn Fortschritt entsteht dort, wo Zusammenarbeit gelingt und niemand übersehen wird.

Fotos: Henning Bungards

Eröffnung des UNBROKEN Mental Health Centers in Lviv: Der damalige Würzburger Oberbürgermeister begleitet die Einweihung eines neuen Angebots für psychosoziale Unterstützung, das Menschen in der Ukraine nach Kriegserfahrungen helfen soll.

Foto: Kristina Popp

In Paris traf sich die ILEP-Hauptversammlung internationaler Lepra-NGOs; die Communications Working Group entwickelte Leitlinien für ethische, würdevolle Kommunikation.

Projektbeispiele in diesem Bereich:

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