Advocacy in Würzburg
In Würzburg wurde die DAHW 1957 gegründet und in der Zentrale in der Raiffeisenstraße laufen nach wie vor viele Fäden zusammen, wenngleich maßgebliche Bestandteile unserer Arbeit – auch organisatorischer und strategischer Natur – mittlerweile in den Ländern stattfinden. Was die Präsenz der DAHW bei unseren Spender:innen und Unterstützer:innen, aber auch bei Verantwortungsträger:innen in Politik und Zivilgesellschaft betrifft, so sind Informations- und Netzwerkveranstaltungen mit persönlichen Begegnungen nach wie vor sehr wichtig. Auch 2024 haben wir daher Wert darauf gelegt, sicht- und ansprechbar zu sein – weltweit und in unserer Heimatstadt Würzburg.
Geschichte spazierend erfahren

Schließlich ist unser Kernmandat Lepra aus der Lebensrealität der Menschen in Deutschland und Europa weitestgehend verschwunden. Umso wichtiger, sich zu vergegenwärtigen, dass Lepra in vielen Teilen der Erde nach wie vor eine Herausforderung ist – so wie sie es bis vor wenigen Jahrhunderten auch in Deutschland noch war. Bei einem „Historischen Spaziergang“ durch Würzburg am Welt-Lepra-Tag im Januar klärte DAHW-Bildungsreferentin Saanika Amembal daher über die Geschichte der Lepra auf, zeigte deren Spuren im Stadtbild auf und ermöglichte es vielen Interessierten, ihre Heimatstadt mit anderen Augen zu sehen.

Bildungsreferentin Saanika Amembal informierte bei einem "Historischen Spaziergang" durch Würzburg über die Vergangenheit und Gegenwart der Lepra.

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Anspruchsvoller sachlich-politischer Austausch

Sehr interessiert an den aktuellen Entwicklungen im Bereich Lepra zeigte sich einige Monate später auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche, die gemeinsam mit ihrer Parteifreundin, der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina, zu einem Austausch in die Würzburger Zentrale kam. Die gelernte Krankenschwester Schulz-Asche arbeitete bereits für Entwicklungsorganisationen in Burkina Faso, Ruanda und Kenia und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen Gesundheit und Pflege. Kein Wunder also, dass die Projekte der DAHW bei ihr auf großes Interesse stießen.

Nach einem Überblick der DAHW-Expertin Dr. Christa Kasang zeigte Schulz-Asche sich tief beeindruckt von den Fortschritten und zog ein trockenes Fazit: „Dann könnte man ja mit relativ wenig viel erreichen!“ Die DAHW-Vertreter:innen stimmten zu und betonten, dass mit sinnvoll eingesetzten Mitteln auch entscheidende Schritte gegangen werden – Stichwort: Zero Leprosy (siehe auch S. 4). Denn in Pakistan, Togo und weiteren Ländern steht die Lepra kurz vor der Eliminierung. „Was es jetzt braucht“, so fasste es Dr. Kasang zusammen: „Aufmerksamkeit, Geld und eine konzentrierte Anstrengung.“ Beide Politikerinnen machten im angeregten und fachlich anspruchsvollen Gespräch ihr Interesse sehr deutlich und zeigten sich dankbar für die Arbeit der DAHW weltweit.

Trafen sich in Würzburg: v.l. Dr. Christa Kasang, MdL Kerstin Celina, Patrick Georg, MdB Kordula Schulz-Asche und DAHW-Mitglied Prof. Alexander Schraml
Lepra spielend leicht verstehen

Ein Interesse für globale Zusammenhänge und weltweite Solidarität schon bei den Kleinsten wecken – darum bemühen wir uns alljährlich auf dem Internationalen Kinderfest von und mit der DAHW in der Würzburger Innenstadt. Auch 2024 war das Fest trotz wechselhaften Wetters gut besucht und die bunten und vielfältigen Angebote begeisterten Kinder, Jugendliche und ihre Familien.

Am DAHW-Stadt informierten wir über die Zero Leprosy-Strategie in Pakistan, klärten spielerisch über Lepra auf und luden die Kinder ein: Geht mit uns einen Schritt auf der Letzten Meile – auf dem Weg, Lepra endlich zu eliminieren. Auch die auf dem Fest gesammelten Spenden gingen nach Pakistan.

Mut machen und dranbleiben

An ein erwachsenes Publikum richtet sich dagegen die Veranstaltungsreihe „Nahaufnahme“, die Fachgespräch und persönliche Begegnung miteinander vereint. So kam im Sommer die Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin im BMZ, Dr. Bärbel Kofler nach Würzburg. Nach einem Impuls durch einen Fachvortrag des DAHW-Experten Thomas Collein stellte sich das Podium der Frage: „Was bedeutet effektive nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit?“

Engagiert beteiligte sich die SPD-Politikerin Kofler an der Debatte – und sie hielt fest: „Mir macht es Mut, dass es viele Initiativen gibt, lokal, national und global, die Dinge anpacken und effektiv und effizient angehen, entgegen vieler negativer Trends und kritischer Betrachtung.“

Ein Filmabend mit Wirkung

Inspiriert und voller Optimismus zeigten sich auch viele Gäste der November-„Nahaufnahme“ im Würzburger Programmkino „Central“. Hier stellte der US-Regisseur James Higginson seinen aktuellen Dokumentarfilm vor: „SHUDDHI“ zeigt den Alltag der letzten verbliebenen Bewohner:innen eines Lepra-Ashrams in Indien.

Der berührende Film sorgte im Anschluss für viele Fragen im gut gefüllten Kinosaal, die Regisseur Higginson und DAHW-Experte Anil Fastenau ausführlich beantworten konnten. Die klugen und nachdenklichen Fragen des Publikums und die angeregten Gespräche, die bei indischen Snacks und Getränken noch lange im Foyer geführt werden, zeigen: Der Film kam an – und es gibt ein großes Interesse an der Arbeit der DAHW.

Premiere von "Shuddhi" im Central-Kino, Würzburg

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